Dienstag, 25. Oktober 2011

Texas Hold Em in Las Vegas: Leider verloren!

Las Vegas ist ein einziger Mythos für mich: schon unzählige Filme, sowohl ernstgemeinte Dramen, als auch komödiantische Persiflagen auf diese Stadt, reißen mich regelmäßig in den Bann eines Ortes, an dem alles erlaubt ist - und schnell vergessen werden kann...

Ich machte mich entschlossen letztes Jahr daran, den Vegas Urlaub zu planen. Es sollten insgesamt zwei Wochen werden, von denen ich vier Tage in der neonstrahlenden Stadt in der Wüste Nevadas verbringen sollte.

Die Fantasie und die Vorstellung, die mir von den Filmen und Geschichten eingeredet wurden, enttäuschten mich keineswegs: rein visuell war schon die Fahrt in die Stadt (selbstverständlich nachts!) der reine Wahnsinn! Überall diese Gebäude, dieses Licht, die Casinos, die Werbung und die ausgelassenen Menschen, die alle womöglich aus demselben Grund da waren wie ich: um ihren Alltag als Erwachsene zu vergessen und sich richtig auszutoben. Wenn auf dem Weg noch ein paar Dollar verdient werden konnten - warum nicht?

Mein Glücksspiel sollte Poker sein, und das zurecht: schon oft habe ich mit den Kollegen von der Arbeit zu Hause und in Kneipen kleine Turniere ausgerichtet und über Jahre hinweg Erfahrung gesammelt. Es ist zudem nicht nur ein reines Glücksspiel, wo man den Verstand aussetzen und einfach nur tippen muss (wie etwa beim Black Jack oder Roulette): nein, man konnte stundenlang in voller Anstrengung spielen, und das ist genau meine Vorstellung davon, Spaß zu haben. Zudem werden die Einsätze hier auch am meisten belohnt. Man hat Kontrolle und sollte es mit dem großen Turnier nicht klappen, bliebe mir immer noch ein schnelles Cash Game…

Ich scheiterte zwar nicht direkt an den Ergebnissen, hatte aber unterschätzt, wie viele Menschen tatsächlich nach Vegas pilgerten (oder vielleicht sogar dort ansiedelten), um selbstbewussten Pokerspielern ihr Geld abzuzocken. Ich verlor nicht immer, aber mich beschlich irgendwann an jedem Tisch das Gefühl, die Leute steckten unter einer Decke. Das Spiel meiner Wahl war das beliebteste Pokerspiel: Texas Holdem. Danach spielte ich noch andere Varianten, aber es wurde nicht besser.

Diese Erfahrung sollte mir aber meinen Vegas Trip nicht vermiesen: es blieb eine wunderbare Zeit, und ich plane schon meinen nächsten Ausflug.

[Gastbeitrag]

4 Kommentare:

  1. Naja, man kann nicht immer Glück haben. Ich habe auch damals nur verloren. Ich habe aber mitbekommen, wie eine Frau am Einarmigen ein Auto gewonnen hat! Das war vielleicht ein große Freude! Hätte ich auch gern gehabt.

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  2. @Tim: Das typische Bild eines Hollywood Blockbusters mit der Frau am einarmigen Banditen. ;-) Sehr gut.

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  3. Aber einmal ist keinmal, schau doch einfach nochmal dort vorbei, vielleicht hat Fortuna noch nen Platz frei und schwupps..katapultiert sie Dich auf den Winnerseat! Ich selbst gehöre dank Erfahrung zu den Zusehern, Glücksspiel hat mir selbst nie Glück gebracht, nur den Mitspielern, und irgendwann hab ichs dann eingesehen ;-)

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  4. @Mike: Winnerseat wäre natürlich eine feine Sache. Aber das ist immer so eine Sache ;-)

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